Großübung in Obernankau: Üben für den Ernstfall
Das Einsatzspektrum der Feuerwehren ist breit gefächert – umso wichtiger ist es, abwechslungsreiche Szenarien regelmäßig zu trainieren. Die Übungslage in Obernankau stellte die 20 angetretenen Einsatzkräfte vor eine anspruchsvolle Aufgabe: Der Besitzer eines weitläufigen Anwesens meldete eine starke Rauchentwicklung in einem Lagerraum sowie fünf vermisste Personen, darunter ein Kind. Da es zum Übungszeitpunkt bereits dunkel war und bei Einsätzen in Ställen stets auf die Beruhigung der Tiere geachtet werden muss, forderten die äußeren Umstände besondere Umsicht.
Während eine Gruppe unverzüglich die Wasserversorgung aufbaute, ging ein Atemschutztrupp zur Erkundung in den verrauchten Lagerraum vor. Parallel dazu startete die Personensuche auf dem weitläufigen Gelände. Die geretteten Personen wurden direkt an das anwesende Rote Kreuz übergeben und gemeinsam medizinisch versorgt.
Bei der anschließenden Nachbesprechung gaben Heinrich Rewitzer und Josef Sollfrank wertvolle Tipps zur Ersten Hilfe weiter. Kommandant Markus Kindl, der die Übung ausgearbeitet hatte, lobte die Oberlinder Wehr für ihren starken Einsatz und bedankte sich herzlich bei Eigentümer Wolfgang Beierl für die Bereitstellung des Anwesens.